Was ist ein Content Creator?

Content Creator oder zu deutsch könnte man sagen „Erschaffer von Inhalten“. Dieser Begriff trifft vor allem auf YouTuber zu, die regelmäßig Videos und somit Inhalte produzieren. Doch auch Blogger, Podcaster oder auf Instagram aktive Menschen können unter dem Titel „Content Creator“ gefasst werden. Es dreht sich immer um das Erstellen von Inhalten: Ton, Bild oder beides (Video) sowie Text.

Prinzipiell kann man unterscheiden zwischen Selbstständigen und Angestellten im Bereich „Content Creation“. Wobei erstere noch häufiger anzutreffen sind als die angestellten. Die Rede ist hier von YouTubern. Menschen die auf eigene Faust regelmäßig Content produzieren und das auch noch mit wirtschaftlichem Erfolg:

Es ist ihr Beruf!

Ist Content Creator ein Beruf?

Derzeit nicht. Content Creator findet man derzeit nur auf der Liste „Berufe der Zukunft“. Das Problem: Noch immer haben es die meisten Unternehmen nicht verstanden, dass gute Inhalte die „Einstiegsdroge“ bzw. der Magnet zu den eigenen Produkten und Dienstleistungen sind.

Betrachtet man das ganze aus der Sicht eines Selbstständigen, so kann man „Content Creator“ durchaus als eine Tätigkeitsbezeichnung beschreiben. Der Begriff beschreibt wohl am Besten die Tätigkeit einer Person, welche zum Beispiel Technik Produkte begutachtet und dazu sogenannte Reviews macht. Das Thema oder die Branche spielt dabei allerdings überhaupt keine Rolle. Einzig und allein das nachhaltige hochladen von Inhalten und somit das Schaffen einer Marke zu einem bestimmten Thema zählt. Ist dies einmal geschafft, können diverse Säulen zur Generierung eines Einkommen erschaffen werden. Dazu später mehr.

 

Content Creator – Shreditor

In der Rolle eines Einzelkämpfers im Bereich Videoproduktion fällt auch hier und da einmal der Begriff „Shreditor“. Was bedeutet das? Es ist ein Wortspiel zusammengesetzt aus dem englischen „Shooter“ und „Editor“, also jemand der sowohl die Kamera führt und filmt, als auch den Schnitt (Editing) selbst übernimmt. Erstmalig habe ich den Begriff „Shreditor“ von Kelsey Brannan gehört (Sie betreibt auf YouTube den Kanal „Premiere Gal“ wo sie Tutorials und Reviews im Bereich Videoproduktion veröffentlicht. Ihre Geschichte, wie Sie es in die Welt der Medienproduktion und YouTube geschafft hat, könnt ihr hier lesen.

 

Welche Fähigkeiten hat ein Content Creator?

Als Autodidakten eignen sich Content Creator über einen längeren Zeitraum hinweg Handwerkszeug aus verschiedenen Disziplinen an: Foto- und Videobearbeitung, Design, Audio, Texte Schreiben, Online-Marketing, WordPress, Social Media, Community-Building, Videoschnitt, Kameraführung, Beleuchtung, Motion-Design, VFX (Visuelle Effekte im Bereich Bewegtbild), Kommunikation, und mehr je nach Bereich.

Natürlich ist die Ausprägung je nach Content Creator unterschiedlich aber mit all diesen Bereichen kommt beispielsweise ein Creator der Videos auf YouTube veröffentlicht je nach Grad der Professionalität in Berührung.

 

Wer braucht Content Creator?

Schaut man sich das Konsumverhalten im Bereich der Medien an, ist nicht mehr zu leugnen, dass YouTube und Streamingdienste wie Netflix, Amazon-Video etc. einen gewichtigen Anteil stellen. Inhalte auf Abruf: Was man will und wann man es will! Wir leben im Jahr 2019.

Was YouTube angeht, sind es die Content Creator oder YouTuber, die mehr oder weniger regelmäßig ihre eigens produzierten Inhalte hochladen und somit Content-Nachschub liefern. Somit braucht es fleißige Creator, die diesen Kanal mit Inhalten füllen.

Im Bereich von Unternehmen bräuchte man eigentlich auch viel mehr Content Creator. Also Menschen, die gute Inhalte für die Produkte und Dienstleistungen des Unternehmens erstellen. Wieso? Damit Kunden darauf aufmerksam werden, vertrauen fassen, überzeugt werden und bleiben oder sogar zu Fans werden. Damit sie eben kaufen und nachhaltig dem Untnernehmen oder der Marke treu bleiben.

Content ist der Treibstoff für sämtliche Kanäle.

 

Welchen Einfluss haben Content Creator? Sind sie Influencer?

Pat Flynn, Betreiber des gleichnamigen YouTube Kanals lehrt, wie man die eigenen Abonnenten zu „Raving Fans“ macht. Also echte, begeisterte Fans! Was meint er damit? Pat vertritt die Meinung, dass man durch die nachhaltige Lieferung von qualitativ hochwertigem Content und entsprechendem Engagement in der Community echte Fans bekommen kann. Ganz nebenbei beweist Patt Flynn auch, dass man mit dem Aufbau von „Smart Passive Income“ (wie er es nennt), eine berufliche Selbstständigkeit aufbauen kann.

Was bedeutet es dann also, wenn jemand einen Kanal aufgebaut hat mit tausenden, hunderttausenden oder sogar mehreren Millionen Abonnenten, welche auch noch treu zu dem Creator stehen? Das bedeutet Vertrauen und Vertrauen mündet in Einfluss. Der Creator kann Menschen im Kaufverhalten beeinflussen. Das ist nicht negativ gemeint!

Wenn jemand beispielsweise eine bestimmte Kamera erklärt und dabei erläutert, wieso er diese Kamera verwendet, dann werden immer auch eine Anzahl an Leuten dieses Produkt aus diesem Grund ebenfalls kaufen.

 

Welche Ziele verfolgen Content Creator?

Hinter dem Erstellen von regelmäßigen Content können ein oder mehrere Ziele stecken: Steigerung der Markenbekanntheit (Brand Awarness), Erzielung von Einkommen, Lead-Generierung, Vertrauensaufbau oder mehrere Ziele gemeinsam.

 

Wie kann man als Content Creator Geld verdienen?

Wie bereits im Video (oben im Artikel) beschrieben, gibt es diverse Säulen für Einkommensströme als Content Creator.

YouTube/Adsense
Sobald man auf YouTube 1.000 Abonnenten hat, kann die Monetarisierung des eigenen Kanal aktiviert werden. Dies bedeutet, dass die eigenen Videos nun zur Werbefläche werden. Werbetreibende, welche auf YouTube Werbung schalten, spielen Ihre Werbung dann auf den Videos des Creator aus, sofern diese Videos in das Raster passen. Je nach Views bekommt der Creator dann einen Betrag ausgezahlt. Man spricht meist von einem Betrag von wenigen Cent bis mehreren Euro je 1.000 Video-Aufrufen.

Sollte man die Monetarisierung auf YouTube direkt ab 1.000 Abonnenten aktivieren? Dies muss jeder für sich selbst entscheiden. Persönlich würde ich mich damit solange wie möglich zurückhalten. Werbung stört den Zuschauer.

 

Affiliate Programme
Für das Empfehlen von Produkten erhält der Affiliate eine Provision. Dieses Modell ist nichts neues im Internet und wird technisch über spezielle Links abgebildet und ausgewertet. So kann der Affiliate Programm Betreiber (z.B. Amazon) dem Affiliate seine Provision zuordnen.

 

Sponsoring
Es kommt nicht selten vor, das Firmen einzelne Creator sponsern. Dies kann wie folgt aussehen: Der Creator bindet einen kurzen Hinweis des Sponsors in seine Videos ein. Oft sieht man beispielsweise Square Space als Sponsor von Video-/Foto relevanten Videos oder Stock-Anbieter wie Storyblocks. Unter Sponsoring versteht man die eher langfristige Zusammenarbeit.

 

Werbeplätze
Der Content Creator kann einzelne Bereiche seiner Videos oder seiner Webseite gegen eine Gebühr als Werbeplatz verkaufen. Auch in Podcasts können und werden Werbeplätze zum Verkauf angeboten.

 

Eigene Produkte
Ob physisches oder digitales Produkt: Verkauft werden kann, was Leute kaufen. Dies können im Bereich Foto-/Video zum Beispiel Tutorials sein die nur gegen Gebühr zugänglich sind oder sogenannte Look-Up-Tables für Videos, eBooks, Vorlagen für Programme wie Lightroom, Photoshop usw. Auch ganze Programme (Software) oder spezielle Hardware die ganz spezifische Probleme innerhalb einer Branche (z.B. Filmmaker) wird von manchen angeboten.

 

Merchandise
Je nach Reichweite und „Kultstatus“ eines Creators, kann ein Verkauf von Merchandise also Fanartikeln wie T-SHirts, Hoodies, Aufklebern, Tassen usw. lukrativ sein und eine der Einkommenssäulen darstellen.

 

Kerndienstleistungen
Mit den Kerndienstleistungen sind die primären Fähigkeiten des Content Creator gemeint: Fotografie, Videografie, Videos schneiden, visuelle Effekte, Layout, Grafikdesign, Webdesign etc.

Der Creator kann seine Kanäle dazu benutzen um mehr Aufträge für seine Kerndienstleistungen zu bekommen. Ob er mehr durch seine Kerndienstleistung einnimmt oder mehr durch seinen Content, kann er gewissermaßen steuern. Je nachdem wo er den Fokus drauf setzt und mehr Arbeit investiert. Wichtig ist nur, dass der Leser hier versteht, dass alles ineinandergreift und aufeinander einzahlt!

 

Kurse / Schulungen / Workshops
Ist der Content Creator im Bereich der Foto-/Videoproduktion tätig, sieht man es recht oft, dass dieser Fotografiekurse oder ähnliches anbietet. Dies macht auch Sinn, denn über seinen YouTube Kanal konnte der Creator eine große Fan-Basis aufbauen und kann darüber auch gut die Kurse füllen.

 

Antonio Centeno – Ein Paradebeispiel eines Content Creator

Als Betreiber des YouTube Kanal „Real Men Real Style“ ist der US Amerikaner Antonio Centeno äußerst erfolgreich und hat über Jahre hinweg bewiesen, wie fokussiertes und diszipliniertes Vorgehen auf YouTube belohnt wird.

Der Ex US Marine startete vor vielen Jahren seinen Kanal Real Men Real Style, auf welchem er Männern Style Tipps gibt. Die schiere Anzahl an Content die Antonio sowohl auf YouTube als auch auf seiner Webseite raushaut ist schierer Wahnsinn. Die Inhalte sind von hoher Qualität und helfen Männern auf dem ganzen Globus, Style besser zu verstehen und sich besser zu kleiden.

Antonio verdient durch Videoaufrufe, Sponsoring, Online-Kurse zum Thema Styling und Veranstaltungen sein Geld. Veranstaltungen? Ja, richtig gehört! Er hat zusammen mit ein paar Freunden die „StyleCon“ bzw. „Menfluential“ in’s Leben gerufen: Ein Treffen für Männer wo es rund um die Themen Erfolg, Style und Lifestyle geht.

Jeder angehende Content Creator kann sich Antonio Centeno als Vorbild nehmen und sich etwas bei ihm abgucken. Er veröffentlicht auch hin und wieder ganz spezifische Videos, in welchen er gezielt Dinge anspricht wie: Wie verdiene ich Geld auf YouTube, wie lange braucht man um davon leben zu können, usw.

content-creator-arbeitsmittelArbeitsmittel eines Content Creator

Wenn die Hauptarbeit im erstellen von digitalen Inhalten liegt, was könnten dann wohl die Arbeitsgeräte eines Content Creator sein?

Natürlich sind es Computer, Kamera und sonstiges Zubehör für die Produktion von Videos wie Lichter, Audio-Rekorder, Mikrofone usw.

Dazu kommen diverse Software Pakete um aus dem Material dann fertige Videos zu machen. Am Markt gibt es diverse Software für die Ver- und Bearbeitung von Ton- und Videomaterial. Bekannte wären das Creative Cloud Paket von Adobe welches Programme wie Photoshop, Lightroom, Premiere Pro, After Effects, Audition und weitere beinhaltet. Im Bereich Videoschnitt sind außerdem Blackmagic’s Davinci Resolve und Apple’s Final Cut beliebt.

 

 

 

Wieso brauchen Content Creator einen Grund?

Als selbstständiger Creator braucht man einen Grund, ein Warum. Wieso dies so wichtig ist, liegt darin, dass man auf sich alleine gestellt überleben muss und dazu benötigt es Leidenschaft, Ausdauer und einen Glauben an die eigenen Inhalte. Sean Cannell (ThinkMedia) spricht darüber in diesem Video: