Video Assets wie Bauchbinden, Banner und Titel lassen sich sowohl mit Adobe Premiere selbst wie auch mit After Effects erstellen. Seit geraumer Zeit lassen sich erstellte Vorlagen auch durch Adobe’s Dynamic Link direkt als eingebundene AE-Datei in Premiere einbinden ohne diese vorher rendern zu müssen (als .mpeg etc.). Durch Live-Text vorlagen konnte man auch schon definieren, welche Texte in der AE-Datei in Premiere direkt geändert werden können. Das war’s dann aber auch mit der Einflussnahme von der Premiere Seite aus.

Das Essential Graphics Panel in Adobe Premiere Pro CC

Seit dem Premiere Pro Update 2017.1 gibt es dann das neue Essential Graphics Panel in Adobe, welches langfristig wohl den alten Titel-Designer völlig ersetzen wird. Letzterer ist ja bekannterweise derzeit nur noch erreichbar über das Menü „Datei->Neu->Titel aus Vorgängerversion“.  Langfristig wird diese Option vermutlich ganz wegfallen. Adobe befindet sich im Übergang zum Essential Graphic Panel (EGP).

Das EGP (siehe Titelbild) eröffnet neue Möglichkeiten!

Denn das EGP ist nicht nur in Adobe Premiere Pro integriert sondern auch in After Effects (AE). Dies ermöglicht die Erstellung einer Motion Graphic Vorlage in After Effects. In AE werden dann die Dinge definiert, die der Nutzer der Vorlage verändern können soll. Das können Textinhalt, Textgröße, Farben, Positionen und weitere Werte sein.

Die Vorlagendateien nennen sich dann Motion-Graphics-Templates (Dateiendung .mogrt). Diese Dateien können sowohl von After Effects aber auch von Premiere erzeugt werden. Sie können weitergegeben werden, verkauft werden oder für eigene Verwendung direkt in Premiere installiert werden.

Die Installation oder eher gesagt der Import gelingt über den kleinen Button am Rand im Essential Graphics Panel:

 

Einfacher Workflow für Editor

Durch die Tatsache, dass in After Effects festgelegt werden kann, welche Elemente vom Nutzer des Templates geändert werden dürfen innerhalb des EGP, können auch Anwender ohne AE Kentnisse jetzt Anpassungen an den Vorlagen vornehmen!

Besonders interessant ist, dass der Ersteller der Vorlage auch Dinge wie verwendete Schriftart und Farben festlegt. So kann er genau sicherstellen, dass der spätere Anwender der Vorlage sich beispielsweise nur im Rahmen des Corporate Design bewegt. Eine unschätzbare Hilfe und Workflow Optimierung für Content Produzenten in Agenturen, Fernsehsendern uvm.

 

Tutorial – Animationsvorlage für Premiere in After Effects erstellen